Maison du tourisme du pays de la forêt d'Anlier Maison du tourisme du pays de la forêt d'Anlier
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Neufchâteau   


Geschichte und Architektur
Mit dem Strom
Grandvoir, die Burg und die Schmieden
Hamipré, die Kirche und das Kloster
Das Dorf Lahérie
Longlier
Das Dorf Massul
Das Waschhaus in Nolinfaing
Le Sart
Gravierter und gestalteter Schiefer
Warmifontaine und das Schieferwerk

Das Dorf Lahérie.

Lahérie bewahrt ziemlich gut den traditionellen Charakter eines Ardennendorfes. Die weißgestrichenen Bauernhäuser haben nur wenig ihr Aussehen verändert.
Bis zur Französischen Revolution spielte dieses Dorf eine wichtigere Rolle als die Anzahl seiner Einwohner vermuten lassen würde. Hier hatte ein Gerichtshof seinen Sitz und eine Mühle zog zahlreiche Bauern aus der Umgebung an.

Die Mühle wird das erste Mal im Jahr 1551 erwähnt. Die Mühlen haben die Landschaft der Ardennen, wie alle bäuerlichen Landstriche, geprägt. Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Typen von Mühlen. Diejenige die das Korn mahlt, das Mensch und Vieh als Nahrung dient, die Mühle die Eichenrinden mahlt, die an die Gerbereien geliefert werden, diejenigen die Bucheckern und andere ölhaltige Samen mahlt, aus denen Öl hergestellt wird (= Ölmühle). Die Mühle in Lahérie gehörte zur ersten Kategorie. Es handelte sich im Gegensatz zu vielen anderen Mühlen der Region um keine Bannmühle. Eine Bannmühle gehörte einem Grundherren und die Bewohner, Bannpflichtige genannt, durften nur hier ihr Korn mahlen. Die Freibürger (346 von 802 Familienoberhäuptern im Gebiet von Neufchâteau im Jahr 1785) unterlagen diesem Zwang aber nicht und konnten sich an private, freie Mühlen, wie die in Lahérie wenden.
Das Bauernhaus besteht ganz aus Bruchsteinen, die Fassade ist ziemlich baufällig, hinten gibt es Überreste weißen Putzes. Unter seinem beidseitig gewalmten Satteldach aus Schiefer befindet sich das Hauptgebäude mit dem Wohnräumen auf der rechten Seite und die Ställe unter dem Heuboden auf der linken Seite. Die Rahmen der rechteckigen Wandöffnungen sind oft in gelbem Sandstein ausgeführt. Das Gebäude wurde im Jahr 1991 verkauft und dient jetzt völlig anderen Zwecken. Der heutige Besitzer, Herr Philippe Devos, betreibt hier einen Entenzucht und verkauft die Tiere auch.
Ca. 1300 dieser Schwimmvögel werden hier täglich fett gefüttert. Dieser Betrieb beliefert – vor allem mit Foie Gras (Gänseleberpastete) das Hotel- und Gaststättengewerbe der Umgebung, sowie auch Privatabnehmer aus verschiedenen Regionen Belgiens.

 

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Nützliche Links | Kontaktinformationen
© La Maison du tourisme du Pays de la Forêt d'Anlier | 2005
Maison Bourgeois, Grand place, 3, 6840 Neufchâteau.
+32 (61) 27 50 88 | info@foret-anlier-tourisme.be